Dagi this is the end
Dieser unnütze kleine Blog ist umgezogen und lebt weiter unter einer neuen Internetadresse.
Freunde des guten oder schlechten Geschmacks - je nachdem wie man es sieht - können die neue Adresse bei mir erfragen.
Shit happens always and everywhere without a chance to miss the step into it.
To feel the shit running down your back when you are used to feel the warmth of love
is only a thing of getting used to a new kind of warmth :-)
Don't imagine it it's only a metaphor.
by Dagi
Dagi Was bedeutet es ...
... zu Lieben?
Für mich ist es Liebe mich auf jede Minute zu freuen, die der Partner da ist. In der ich etwas für ihn tun kann. Weil, das ist auch gut für mich. Für mich ist es Liebe, wenn jedes Zuspätkommen des Anderen keinen Ärger bereitet, sondern mich ein warmer Schauer durchläuft, wenn das Auto herfährt, das Motorrad oder das SMS ein baldiges Kommen andeutet. Dann weiss ich, es ist ihm nichts passiert. Er ist unterwegs, er musste länger arbeiten, er hatte Stress, die Strassen waren voll. Dann ist es unnötig, mich zu ärgern, weil das würde ihn ärgern und ihm das nach Hause kommen erschweren. Es ist so unnötig jemandem Stress zu machen. Liebe ist Harmonie. Was bedeutet es schon, wenn man sich nur eine halbe Stunde sieht, wenn die Wochenenden kurz sind, und sich auf die Abende beschränken. Haben wir nicht alle viel zu tun?
Auf der anderen Seite ist dann ein Ende die leichteste aller Übungen. Es macht dann schnell keinen Unterschied mehr zwischen einer Stunde, einer halben Stunde sehen oder gar nicht. Man kann sich dann ja noch eine Weile Einbilden, dass man ein Paar ist und irgendwann hört es auf, wichtig zu sein.
Dann wird das wichtig, was man den ganzen Tag tut. Arbeiten, twittern, googleplusen. Dann werden die "Gespräche" mit den Leuten im Netz wichtig. Die unterhalten sich nur, wenn man es liest und darauf antwortet. Und bis sie antworten, können sie hochintelligente Weisheiten eintippen. Hut ab, denkt man oft, was spontan ins Netz gestellt wird. Was bedeutet es da noch, wenn man am Abend platt nach Hause kommt und sich noch ein bisschen Tratsch aus der Firma anhören tut, muss. Oberflächlich. Und so wird eine Beziehung oberflächlich (gemacht) und man sorgt dafür, dass es so bleibt. Man lebt in seinen schlauen Konversationen. Ist der eine langweilig klickt man zum Nächsten. Das echte Leben wird anstrengend, man kann es nicht per Button wegdrücken. Man muss abends nach Hause kommen. Nicht mehr, man darf und will nach Hause kommen.
Das echte Leben wird zur Hetze und man verliert sich vielleicht. Die schönen Zeiten werden immer kürzer. Man macht sie kürzer. Bewusst. Es geht noch kürzer. Das ist gut so, dann vermisst man sie auch nicht. Dann findet man immer mehr Zeit für anderes. Für wichtigeres, als die Beziehung. Die ist ja schon da. Davon kann man nichts mehr lernen. Das Weiche und Warme einer Liebe wird unnötig. Verzichtbarer Luxus. Konversation. Weiterkommen. Keine Zeit. Ausruhen wird unnötig. Luxus. Liebe geht online. Nein, Liebe ist echte Wärme. Liebe ist Freuen. Freuen kann man aber verlernen lernen. Was normal ist, was man schon kann und hat, ist Langeweile. Wenn man jede Freiheit dieser Welt gewehrt habe, aus einzig dem Grund zu Lieben und nicht Einzuschränken, dann wird das zum Fehler. Zum Schmerz. Freiheit ist geplantes Ende. Freiheit ist Aufhören zu Vermissen. Freiheit ist erst Genuss, dann Ende. Das Ende zu Lieben. Eine Sackgasse. Eine Sackgasse, in die man mit 100 fährt, glücklich, und als Krüppel herauskommt. Zurück bleibt nichts als das Wissen, dass man es richtig machen wollte und gemacht hat und es nicht geschafft hat glücklich zu machen.
Dann klickt man alles aus, spielt Gott, bestimmt wer sehen darf, wer teilhaben darf. Socialmedia ist Gottspielen. Like you. Thumbs up. Ausklicken. Was ist vergänglicher als das Leben im Web? Gefühle zählen nicht. Nie hatte man mehr Chancen (allen gleichzeitig) zu zeigen, dass alles eine Farce ist/war. Zeit für Neues finden. Das Rad muss sich drehen. Schneller und immer schneller. Status Quo ist Mist. Veränderung das Einzigste was zählt. Ein Twitterer ist langweilig. Klick zum Nächsten. Ein Blog traurig. Klick zum Nächsten. Eine Liebe echt. Echt? Beängstigend. Klick zum Nächsten. Online ist besser. Zukunftspläne vorhanden. Update. Vergangenheit vorhanden. Update.
Anderes
Dagi das Eichhörnchen
Sagt der Kollege: "Heute morgen ist ein Eichhörnchen über die Strasse gesprungen."
Wir warten.
Warten.
Wir fragen "Und was war jetzt mit dem Eichhörnchen?"
Nichts.
"Herr Kollege, was war denn jetzt mit dem Eichhörnchen?"
Der Kollege: "Wisst ihr, wenn man ein gewisses Alter erreicht hat, kann man nur noch in kleinen abgesteckten Bereichen denken. Wenn man jünger ist, erzählt man die Geschichte mit allem davor und danach."
Wow! Was ist jetzt die Quintessenz? Auf das Wesentliche beschränken? Aussagen in den Raum stellen, die Freiraum lassen für eigene Phantasien, oder was daher reden, was haltlos ist? Oder konnte er nicht zugeben, dass er sich am Eichhörnchen einfach gefreut hat?
Wir mussten alle lachen, aber schön ist es trotzdem. Eichhörnchen haben so was putzig-lebendig-leichtes und die kleine Geschichte hat das Herz erwärmt. Und an seiner Aussage ist viel Wahres dran! Mehr als er vielleicht mitteilen wollte. Zusammen Schweigen ist oft schöner als 1000 Worte.
Dagi "der Weg ist offen"
12 oder 13 Jahre ist es her. In einer anderen Zeit. Die Woche hies studieren, arbeiten, mit Freunden zusammensitzen. Die Freitage und/oder Samstage hiesen Technoparty. Goa war das Schlagwort. Die Musik kam von namhaften DJ's und nicht von richtigen Bands - es zählte nur der Beat. 3 Stunden, 4 Stunden Durchtanzen war angesagt. Sonntags lange schlafen, keine selbstauferlegten Pflichten. Keine Sorgen, keine Träume, keine Pläne für die Zukunft. Und damit auch Nichts was einem jemand wegnehmen konnte. Das Leben ging nur bis morgen. Was für eine schöne Zeit das war.
von der CD Spirit Zone Vol.3
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Musik,
Zeitzeugnis
Dagi a last glas
of wine without a taste to find a few hours of sleep. A last song to diminish the coldness and emptiness. The last piece of cheese to do anything like chewing and not thinking. Tomorrow will be another good day.
WEINSEELIGES tagged
Zeitzeugnis
Dagi ein kleiner Brief
Heute habe ich an mein Patenkind geschrieben, oder vielmehr an ihre Eltern. Endlich mal wieder. 2 Jahre bin ich schon Patentante, aber ein grosser Schreiber bin ich nicht. Eine schöne Karte mit Sonnenblume. Wenigstens eine kleine Freude konnte ich heute verbreiten. Gute Nacht, ihr da draussen.
Dagi Kino-Tipp: The Ides of March
Sehr schöne Unterhaltung. Intelligent, auch humorvoll und düster. Nicht unbedingt ein Film, der mit neuen Einsichten punktet und dadurch zum Nachdenken anregt.
Aber das Thema ist aktuell und immer wieder interessant. Die Machenschaften, um mit jedem Preis des Verrats vor sich selbst nach oben zu kommen, wurden sehr gut von allen verkörpert.
Sehr schön wie sich George Clooney in seinem eigenen Film zurücknimmt und bewusst nicht die Hauptrolle hat. Klasse supergut geschauspielert hat Ryan Gosling (den man neben George Clooney auch auf keinen Fall von der Bettkante schubsen würde *hähä*).
Ja, sehenswert und auffrischend erfrischend.
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Film,
Politik,
Tipp
Dagi schlechte Verfassung
Es fing an, dass ich eine Neujahrskarte schreiben wollte. Ich blätterte in meinem Adressbuch und fand dort Namen nichtlebender Personen.
Sie haben mich und ich habe sie irgendwann ein Stück weit begleitet - als Freunde oder nahe Bekannte und sie waren alle irgendwie in meinem Alter, beim Zeitpunkt ihres Todes:
Jutta Speidel - Selbstmord
Kai „Jo“ Kruse - Herzversagen
Brigitte "Biggi" Koch - Hirntumor
Christian "Lutze" Lutz - unverschuldeter Motorradunfall
Regina "Gina" Walter - Selbstmord oder Versehen
Bruno - Unfall in Werkstatt, verbrannt
Bernd Sautter - selbstverschuldeter Motorradunfall
Michael "Micha" Lange - unverschuldeter Motorradunfall
Eberhard "Ebe" Steck – Autounfall, wahrscheinlich Selbstmord
Jackie - Herzanfall
Jürgen Rinker – Krebs
auch an Philip Graumann - Sohn eines Freundes, denke ich, der am 11.1.98 mit 2,5 Jahren nach einem Jahr Kampf an Leukämie starb
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Freundschaft,
Trauer
Dagi Chapeau oder rien ne va plus
"Es wäre Unrecht, wenn Du Deine Liebe zu einem Menschen über seine eigene Lebensfreude stellen würdest."
Das wurde mir vor gut einem Jahr geschrieben. Nun sage ich es, gebe es zurück. Der Schmerz dies zu sehen und zu sagen ist grösser als alles was ich aushalten kann.
So hell und freundlich und voller freier Freude die Welt dann für den einen ist, so schwer und dunkel ist sie für den der bleibt.
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Freundschaft
Dagi Ein später Nachruf für Kai
Am 3.11.2009 starb Kai Kruse. Genannt Jo. Ein schwaches Herz von dem er lange nichts wusste. Etwa 44 Jahre alt. Ich erinnere mich heute wieder an ihn, weil wir den Jahreswechsel 1999 auf 2000 miteinander feierten. Zusammen mit Alex fuhren wir auf einen Berg und schauten das Feuerwerk an.
Wir lernten uns in der Disco kennen. Er hatte lange Haare, eine John Lennon Brille und geflickte Jeans. Mitte/Ende der Neunziger. Wenige Wochen später hat er sich zum Entzug eingeliefert. Multitoxisch. Wir schrieben uns, ich besuchte ihn manchmal in seiner "geschlossenen". Irgendwann hatte er Ausgang und ich kam und er brauste auf meinem Motorrad als Beifahrer mit durch die Heilbronner Berge. Er genoss es und wir waren wirklich gute Freunde. Er sagte viele Jahre, dass ich ihn aus der Scheisse herausgeholt hatte. Irgendwann war er clean und bereit ins Leben zurück zu kehren. Er wohnte 3 Monate bei mir, bis er ein Zimmer in einer WG fand. Wir hatten eine gute Zeit und es war schön. Er lebte im Wohnzimmer. Wir hatten nie etwas miteinander. Wir liefen Arm in Arm durch die Stadt, aber liebten uns wie sich Freunde lieben. Er zog ins Zentrum und der Kontakt wurde geringer, irgendwann baute er Mist, tat mir weh. Es war eine Kleinigkeit - sage ich heute, aber ich verstand es nicht besser, als dass er mich hängen lies. Er machte tollen Schmuck mit Leder, Edelsteinen und Silber. Meine Mama wollte immer eine Kette mit grossen roten Holzelementen. Ich kaufte Material ein und brachte es zu Kai und er sagte, er macht so einen billigen Schmuck nicht mehr. Ich war masslos enttäuscht und wir beendeten die Freundschaft.
Nun gut, Kai war ein toller prima Kerl. Und war ein super Didgeridoo-Spieler. Er hatte es nie wirklich leicht. Rückfällig wurde er auch, auch damit konnte ich damals Null und nicht umgehen, aber er schaffte es, soweit ich weiss, wieder damit umzugehen. Manchmal trafen wir uns irgendwo zufällig. Mehr wie grüssen war nicht mehr. Er starb an Herzversagen. Alleine.
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Berührt,
Freundschaft,
Trauer
Dagi Zum vierundzwanzigstenzwoelften
Rufe deinen Engel
bevor du Brücken niederreisst
sinnlos zerstörst
was andere lieben
sie verletzt mit Worten wie Pfeile
bitte deinen Engel
wenn du in den Nächten ohne Ruh
erkennst wie hilflos
und verzweifelt du bist
Lilly Ronchetti
schweiz. Schriftstellerin
1928-97
Scheiss drauf, schwach ist hier besser als verzweifelt. Das ist das letzte was es ist.
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Weihnachten,
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